Johannes Opitz modieriert die Podiumsdiskussion

100 gutgelaunte und interessierte Menschen treffen sich am 26.05. um 11:00 auf dem Parkplatz Otto&Zirner. Gemeinsam wollen wir den Verlauf der Ortsumgehung erkunden, unter dem Motto: B8-Ortsumgehung Lindenholzhausen jetzt.

Während der anschließenden Wanderung, entlang der geplanten Ortsumgehung, konnten schon viele Fragen zur Trasse beantwortet werden. Die Hauptfrage jedoch, „wann wird endlich gebaut?“, wurde anschließend in der Podiumsdiskussion, auf dem Harmoniegelände, zwar nicht beantwortet, die Hintergründe der Verzögerung aber anschaulich beleuchtet.

Johannes Opitz, unser jüngstes Mitglied des Ortsbezirksvorstands, moderiert die Podiumsdiskussion meisterlich. In seinen einführenden Worten stellt er die Teilnehmer vor, anschließen eröffnet unser Bürgermeister die lebhafte Diskussion.

Es herrschte Einigkeit, dass es dringend an der Zeit ist die Ortsumgehung endlich in Angriff zu nehmen. „Alle haben Ihre Hausaufgaben gemacht, sagte Marion Schardt-Sauer, FDP, es könnte sofort losgehen, wenn nicht die Hessische Landesregierung und hier der Minister, für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung willkürlich entschieden hätte, das Projekt auf die lange Bank zu schieben“. Die Bürgerinnen und Bürger stellten viele Fragen, so wurde klar, dass Auswirkungen wie Landschaftsversiegelung und andere Naturschutzbelange schon im Vorfeld geprüft und bewertet wurden. „Natürlich muss man abwägen“ sagt Peter Rompf, „aber was ist wichtiger? Hier geht es schließlich um die Menschen“. „Es gibt selten ein Projekt welches so unumstritten beschlossen ist und vergleichsweise einfach umzusetzen“ ergänzt Tobias Eckert, SPD. Unter den Gästen waren auch Vertreter anderer betroffener Gemeinden wie Esch oder Niederbrechen, die ebenfalls unter der Verweigerungspolitik der hessischen Landesregierung leiden, sie regten an die B8-Ortsumgehung konzertiert zu entwickeln. „Die Projekte müssen separat bearbeitet werden, das ist von der Struktur der Planung und Finanzierung im Bundesverkehrswegeplan so vorgegeben“ stellte Martin Rabanus, SPD, klar. Trotzdem sollten Politik und Bürgerinitiativen gemeinsam marschieren und immer wieder intervenieren. „Ihr müsst den Verantwortlichen lästig werden“ empfiehlt Klaus Peter Willsch, CDU. „Ich fahre mit Euch nach Wiesbaden, wir suchen die Verantwortlichen dort auf und stellen unsere Forderungen, mein Amtskollege aus Niederbrechen, Frank Groos macht mit“, verspricht Bürgermeister Hahn. „Das ist die richtige Strategie“ stellt auch der Landratskandidat Jörg Sauer, SPD fest, „ich werde Euer Anliegen nach Kräften unterstützen“.

Dies nur einige Schlaglichter der Diskussion, die bis nach 14:00 dauerte.

Ich hätte gerne die Frage gestellt, warum ausgerechnet der Minister Tarek Al-Wazir sich so vehement weigert die Ortsumgehung zu bauen, warum er dogmatisch gegen die Menschen in Lindenholzhausen entscheidet. Im Wahlprogramm der Grünen ist es jedenfalls anders zu lesen, dort nimmt das Wohl und die Sorge um die Gesundheit der Menschen einen großen Raum ein. Wir in Lindenholzhausen empfinden es jedoch anders.

Ich hätte ihn auch gefragt warum er bereitwillig Ingenieurkapazitäten für Fahrradautobahnen und Wanderwege zur Verfügung stellt, unsere Ortsumgehung jedoch mit all seiner Macht und Kreativität torpediert.

Leider konnte ich die Fragen nicht stellen, Herr Al-Wazir ist, obwohl von uns eingeladen, nicht erschienen, er hatte keine Zeit und leider auch keinen Vertreter entsandt.

„Wahltag ist Zahltag“ fasst Bürgermeister Marius Hahn in seinem Schlusswort zusammen.

Alle auf dem Podium haben uns in ihren Schlussworten ihre persönliche Unterstützung zugesagt.

Dafür vielen Dank.

Wir nehmen Euch beim Wort!

Das wird nicht unsere letzte Aktion gewesen sein, wir werden wie empfohlen lästig und legen den Finger in die Wunde.

Wir in Lindenholzhausen lassen uns nicht für doktrinäre Entscheidungen aus Wiesbaden in Geiselhaft nehmen!

Vielen Dank an Alle die geholfen und mitgemacht haben und allen Gästen die gekommen sind!

Ihre

Heike Bartsch

 


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