Frauentag muss Signal für Chancengleichheit setzen

2013_11_26_18_31_35_130145_463Martin Rabanus zum Internationalen Frauentag am 8. März:

„Auch mehr als 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag haben Frauen und Männer nicht die volle Entscheidungsfreiheit, Chancengleichheit ist nach wie vor nicht erreicht. Dass der Karrieresprung für die meisten Frauen oft nur ein Wunsch bleibt, weil der Kollege längst im Chefsessel sitzt – auch das gehört zur ganzen Wahrheit. Und: Am Ende eines Frauen-Erwerbslebens bleibt im Schnitt nur die Hälfte einer durchschnittlichen Männer-Rente. All dies müssen wir uns insbesondere am heutigen Tage wieder bewusst machen und alles daran setzen, dies zu ändern.“

Nach wie vor verdienen Frauen durchschnittlich 22 Prozent weniger Lohn als Männer. Fast 50 Prozent der berufstätigen Frauen arbeiten heute in Teilzeit. Oft werden als Begründung die Betreuung von Kindern, Pflege von Angehörigen oder andere familiäre Gründe genannt. Viele Frauen arbeiten zudem in prekären Beschäftigungsverhältnissen, die Folge davon ist Altersarmut. „Das sind aber nicht nur abstrakte Themen aus Berlin, sondern das betrifft ganz konkret alle Frauen in meinem Wahlkreis“, so Rabanus.

Der Internationale Frauentag muss laut Rabanus deshalb ein Signal für mehr Chancengleichheit setzen. „Wir brauchen ausreichende Kinderbetreuung, ausreichende und bezahlbare Pflegeangebote sowie faire Löhne, die Männern und Frauen in gleicher Höhe für vergleichbare Arbeit gezahlt werden.“ Die Sozialdemokratie habe sich schon immer für eine Gleichberechtigung der Geschlechter eingesetzt. „Es ist gut und richtig, dass die SPD in der Bundesregierung an diesen Stellen entscheidende Reformen plant, damit Eltern partnerschaftlich für Kinder und Eltern sorgen können und gleiche Arbeit auch endlich gleich bezahlt wird“, so Rabanus.

Deshalb wird sich die SPD-Bundestagsfraktion für Geschlechtergerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt stark machen: Mit gesetzlichen Regelungen zur Entgeltgleichheit für gleiche und gleichwertige Arbeit, die geschlechtsspezifische Lohndiskriminierung aufdecken und beseitigen helfen. Wir werden den hoch qualifizierten Frauen in der Wirtschaft zu ihrem Recht verhelfen, endlich auch in Toppositionen aufzusteigen: mit einer 30%-Quote für Aufsichtsräte von börsennotierten oder voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen. Mit dem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn werden wir automatisch all jene Berufe aufwerten, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden.

Hintergrund:
Der Regierungsdirektor und langjährige Referent der hessischen SPD-Landtagsfraktion Martin Rabanus (42) ist seit der Bundestagswahl 2013 Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Zudem ist er stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union. Im Bundestag vertritt er den Wahlkreis Rheingau-Taunus/Limburg.

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